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Bremen gegen Gewalt

Gewaltprävention in Bremen

Gewaltprävention in Bremen

Nicht erst seit dem tragischen Fall "Kevin" ist Bremen negativ in die Schlagzeilen geraten. Sexueller Missbrauch von Kindern, Jugendkriminalität, Randale nach Fussballspielen und Gewalt an den Schulen; all das ist in Bremen leider allgegenwärtig!

Gerade die Mordserie der letzten Monate zeigt deutlich, dass auch Stadtteile wie Horn-Lehe, Findorff oder die Vahr längst nicht mehr sicher sind. Gewalt erzeugt psychosozialen Stress bis hin zum Burn-Out und kann ausnahmslos jeden treffen; das ist die bittere Wahrheit! Auch das Thema "häusliche Gewalt" wird noch immer stark unterschätzt; ebenso wie Psychoterror, Stalking, Mobbing, Bossing und Cyberbullying. Daher ist es höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen!

Im Auftrag des Bremer Senats hat die Akademie für Arbeit und Politik der Universität Bremen im Schulhalbjahr 2002/03 an 13 Schulzentren eine repräsentative Befragung zur Verbreitung von Gewalterfahrungen, Gewaltbereitschaft und extremistischen Deutungsmustern durchgeführt.

30% der Schüler meinten, an ihrer Schule würde nicht genug unternommen, um die Schüler vor Gewalt zu schützen. Die Ergebnisse zeigten, dass Gewalt unter Schülern "normal" geworden ist, und "Mobbing" und Gewaltbereitschaft zum traurigen Alltag gehört. Die Lehrer, gegen die sich die Gewalt ebenfalls richtet, sind mit dieser Situation oft überfordert.

Auch die jährlich herausgegebene Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes belegt, dass Gewaltdelikte in ihrer Qualität immer brutaler werden. Auch die Jugendkriminalität und Kriminalität mit rassistischem und/oder extremistischem Hintergrund nimmt stetig zu.

Es ist nicht so, dass die Regierung gar nichts unternehmen würde; beispielsweise hat die letzte Bundesregierung einen umfangreichen "Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung" oder den "Nationalen Aktionsplan für ein kindgerechtes Deutschland" verabschiedet.

Nur bemerkt man als Bürger hier in Bremen davon herzlich wenig. Es fehlt an der konkreten Unterstützung, sprich Finanzierung von Projekten.

Gerade Bundesländer wie Bremen, die ohnehin jeden Cent zweimal umdrehen müssen, wollen sich diesen "Luxus" nicht leisten, was fatale Folgen hat, wie man jeden Tag der Zeitung entnehmen kann.

Gewalt, (sexueller) Missbrauch und Mobbing sind Phänomene, die jeden treffen können, und die von der gesamten Gesellschaft bekämpft werden müssen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Gewalt - besonders jene gegen Kinder - auch von Frauen ausgeübt wird! Wenn im Folgenden also von "Tätern" die Rede ist, dann beinhaltet dieser Begriff immer auch die "Täterinnen".

Schockiert und betroffen zu sein, wenn man die Meldungen in der Zeitung durchliest, ändert an der Situation rein gar nichts.

Es muss gehandelt werden; und das ist das erklärte Ziel der Initiative "Bremen gegen Gewalt". Dabei wird der Schwerpunkt auf die Prävention, also die Aufklärung und das Verhindern von Gewalt gelegt. Personal Coaching und Personal Training verhelfen zu echter Sicherheit. Der Name der Beratungsstelle lautet zwar plakativ "Bremen gegen Gewalt" und nicht "Bremen für Gewaltfreiheit" oder "Bremen für den Schutz vor Gewalt", aber die Botschaft ist dieselbe. Wir möchten Bremer Bürger aufklären, für die Thematik sensibilisieren und wehrhaft gegen Straftäter, Kriminalität und Gewalttaten machen.

Wir bieten unter anderem Seminare zum Thema Sicherheit, Gewaltberatung, Konfliktberatung, Sicherheitstraining, Selbstbehauptungstraining, Deeskalationsseminare, Anti-Mobbing-Kurse, Aggressionstraining, Pfeffersprayseminare und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, Kinder, Erwachsene und Senioren..

Opfern von Gewalttaten sei der "Weisse Ring" und Opfern von sexuellem Missbrauch die Initiative "Wildwasser" ans Herz gelegt. Auch "Innocence in danger" und die neue Seite der Bundesregierung " Die unabhängige Beauftragte" widmen sich der Verhinderung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch.

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